Warum ist die japanische Subkultur so sexualisiert?
Japan ist bekannt für seine einzigartige Mode und Subkulturen, die sich vom Rest der Welt abheben. Von der auffälligen Technologie bis hin zu den noch auffälligeren Modetrends – das Land ist eine Quelle der Überraschungen. In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf 10 der bemerkenswertesten Subkulturen in Japan.

1. Die Lolita-Subkultur:
Es handelt sich um eine Modebewegung, die sich auf einen viktorianischen und kindlichen Stil konzentriert, mit Schwerpunkt auf voluminösen Röcken, Schleifen und bunten Drucken. Inspiriert von der europäischen Mode des 19. Jahrhunderts, zielt dieser Stil auf einen unschuldigen und verträumten Look ab. Eine der bezaubernden Subkulturen Japans.

2. Die Visual Kei Subkultur:
Diese Subkultur richtet sich an Musiker und Fans der japanischen Rock- und Metalszene. Visual Kei zeichnet sich durch seine extrem auffällige und theatralische Kleidung aus, insbesondere durch seine exzentrischen Frisuren und sein Make-up. Dieser Stil entstand in den 1980er Jahren und gilt als Ausdruck von Individualismus und Kreativität.

3. Die Subkultur der Ganguros:
Es handelt sich um eine Modebewegung, die auf einen sommerlichen, bronzefarbenen Look setzt. Ganguro-Mädchen tragen oft extrem dunkle Sonnencreme, helles Make-up und auffällige Kleidung und Accessoires. Diese Subkultur entstand in den 1990er Jahren und war eine Reaktion auf die formellen und strengen japanischen Modestandards. Einige Ganguro-Mädchen gingen sogar so weit, dass sie sich schwarz anmalten und vorgaben, echte schwarze Frauen zu sein.

4. Die Yamanba-Subkultur:
Diese von Berggöttinnen inspirierte Subkultur legt Wert auf ein robustes und natürliches Aussehen. Yamanba-Mädchen tragen gestrickte Ponchos, Goldschmuck und natürliches Make-up, um ihr Aussehen zu betonen. Leuchtender Lippenstift oder‚kuchibeni‚ ist in diesem Zusammenhang sehr verbreitet. Einige Yamanbas tragen sogar Prothesen mit verstümmelten Gliedmaßen und schwarz gefärbte Zähne.

5. Die Harajuku-Subkultur:
Dies ist eine beliebte Modebewegung in Japan, die sich auf einen auffälligen und farbenfrohen Stil konzentriert. Harajuku-Mädchen tragen oft mehr als fünf Lagen Kleidung, Neonfarben und auffällige Accessoires. Diese Subkultur entstand in den 1990er Jahren und ist von der japanischen Straßenmode inspiriert. Manche tragen so viele Armbänder, dass sie sich kaum bewegen können

6. Die Decora-Subkultur:
Dabei handelt es sich um eine Modebewegung, die sich auf die Überladung von Kleidung und Accessoires konzentriert, wie zum Beispiel blinkende Armbänder, Schmuck und Clips. Decora-Girls streben nach dem Motto „mehr ist mehr“ und versuchen, so viele verschiedene Accessoires wie möglich zu tragen. Diese Subkultur entstand in den 1990er Jahren und ist von der japanischen Popkultur und dem Kawaii-Stil inspiriert.

7. Die Subkultur Kyary Pamyu Pamyu:
Kyary Pamyu Pamyu ist eine beliebte J-Pop-Künstlerin, die für ihren einzigartigen und auffälligen Modestil bekannt ist. Kyary ist von der Harajuku-Mode beeinflusst und strebt nach einem farbenfrohen und fantasievollen Look. Ihre Fans verfolgen ihren Stil genau und kreieren ihre eigene Version ihres einzigartigen Looks.

8. Die Goth-Loli-Subkultur:
Es handelt sich um eine Kombination aus den Subkulturen Lolita und Goth. Dieser Stil konzentriert sich auf eine dunkle und harte Version der Lolita-Mode, wobei der Schwerpunkt auf dunkler Kleidung, Make-up und Accessoires liegt.

9. Cosplay-Subkultur:
Cosplay ist ein beliebter Zeitvertreib in Japan, bei dem sich Menschen als ihre Lieblingsanime- oder -mangafiguren verkleiden. Cosplayer kreieren oft ihre eigenen Kostüme und Accessoires, um ihrer Figur so genau wie möglich zu ähneln. Diese Subkultur entstand in den 1970er Jahren und hat sich seitdem zu einer weltweiten Bewegung entwickelt.

10. Die Kawaii-Subkultur:
Bei dieser Subkultur geht es darum, so niedlich und süß wie möglich auszusehen. Kawaii-Mädchen tragen oft auffällige Kleidung und Accessoires in Pastellfarben und mit Bonbonmotiven. Dieser Stil entstand in den 1970er Jahren und hat sich seitdem zu einer der beliebtesten Modebewegungen in Japan entwickelt.

Ausdruck des Individualismus
Relativ gesehen ist Japan im Vergleich zu Europa und Amerika von Natur aus streng. In der japanischen Gesellschaft ist es weniger natürlich als bei uns, „aus der Reihe zu tanzen“. Es ist einfach weniger akzeptiert. In diesen Subkulturen kommen viele Menschen zusammen und finden eine gut akzeptierte Form der Selbstdarstellung. In Japan werden diese Subkulturen also genau beobachtet und sind ein Ausdruck von Individualismus und Kreativität. Ob man sie nun auffällig oder bemerkenswert findet, sie bieten auf jeden Fall einen einzigartigen Blick auf die japanische Mode und Kultur.
Subkulturen in Japan und Sexualität
Subkulturen werden in Japan aus mehreren Gründen häufig mit Sexualität in Verbindung gebracht. Erstens werden Sexualität und Mode oft als Teil derselben Ausdrucksform gesehen, wobei sich die Menschen so kleiden, wie es ihrer Sexualität entspricht.
Anime und Manga spielen eine wichtige Rolle bei der Sexualisierung von Subkulturen
Außerdem spielen die japanischen Medien, insbesondere Anime und Manga, eine wichtige Rolle bei der Sexualisierung von Subkulturen. In diesen Medien werden die Charaktere häufig anhand ihrer Mode und ihres Kleidungsstils identifiziert, und die Subkulturen werden häufig als sexuell ausdrucksstarke Subkulturen dargestellt.
Volkskultur
Darüber hinaus spielt auch die Erotisierung in der Populärkultur eine wichtige Rolle bei der Sexualisierung von Subkulturen. So gibt es zum Beispiel erotische Fotoshootings, Musikvideos und Veranstaltungen, bei denen Subkulturen als Inspiration genutzt wurden. Die Nutzung von Sexualität als Marketing- und Verkaufsstrategie ist in Japan ein bekanntes Phänomen, das zu einer weiteren Sexualisierung verschiedener Subkulturen geführt hat.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass die Sexualisierung von Subkulturen in Japan von vielen nicht als störend empfunden wird und als Teil der Populärkultur gilt. Dennoch gibt es Kritiker, die argumentieren, dass dies zu weit geht und zu falschen Erwartungen und Wahrnehmungen führt.


