Mikroskopierkurs an der Koi-Akademie: Schauen lernen beginnt mit Ruhe, Konzentration und den richtigen Fragen
Manchmal liegt der Wert eines Kurses nicht nur darin, was man lernt, sondern vor allem darin, wie ein solcher Tag abläuft. Das war bei dem Mikroskopiekurs, den Marco Zegers im Auftrag der Koi-Akademie leitete, auf jeden Fall der Fall. Er fand diesmal bei All-round Fish in Hoevelaken statt, einem schönen Ort mit genau den Einrichtungen, die man für einen intensiven und praktischen Kurstag braucht: genügend Stühle und Tische, ein guter Platz für den Beamer. Also eine Umgebung, in der es vom ersten Moment an angenehm war, zu arbeiten. Dieser Artikel gibt Ihnen einen Eindruck vom letzten Mikroskopiekurs und wie ein solcher Tag abläuft und erlebt wird.

„Ich habe sofort gemerkt, dass ich eine sehr wissbegierige Gruppe hatte, die alles wissen wollte“, sagt er.
Mikroskopiekurs in Hoevelaken
Alle waren schön pünktlich, so dass wir direkt um zehn Uhr starten konnten. Und das erwies sich sofort als vielversprechender Start. Vom ersten Moment an spürte Marco, dass er es mit einer engagierten Gruppe zu tun hatte. Es wurden viele Fragen gestellt, die Teilnehmer machten sich sichtlich Gedanken über die Informationen, die sie erhielten, und auf die Antworten folgten bald neue Fragen. Es war genau diese Interaktion, die die Atmosphäre prägte. Kein statischer Unterrichtstag, sondern eine kleine Gruppe, in der es Raum für Vertiefung, Austausch und Aufmerksamkeit für den Lernprozess jedes Einzelnen gab.
Lernen Sie zunächst, sich auf das zu konzentrieren, was steht
Am Vormittag begann der Kurs mit einem ersten theoretischen Teil, nach dem die Gruppe mit stationären Präparaten zu üben begann. Dies war eine sehr bewusste Entscheidung. Marco geht von der Überzeugung aus, dass man sich zunächst auf etwas Feststehendes konzentrieren können muss, bevor man mit bewegtem Material richtig arbeiten kann. Diese Struktur klingt logisch, erweist sich aber in der Praxis als äußerst wichtig. Zuerst die Grundlagen, zuerst lernen zu schauen, zuerst die Kontrolle über das zu bekommen, was man unter dem Mikroskop sieht.

Eigene Mikroskope und direkter praktischer Einblick
Die Gruppe bestand aus 10 Teilnehmern, von denen einige ihre eigenen Mikroskope mitgebracht hatten. Sechs Teilnehmer arbeiteten mit einem Mikroskop der Koi Academy, vier mit ihrem eigenen. Das sorgte sofort für einen zusätzlichen praktischen Lernmoment, da die Unterschiede zwischen den selbst mitgebrachten Mikroskopen gut erklärt wurden. Welche waren für diese Arbeit geeignet und welche nicht? Laut Marco erwiesen sich die vier mitgebrachten Mikroskope als geeignet, während auch jemand mit einem eigenen Mikroskop anwesend war, das letztendlich nicht ausreichte und deshalb noch eines von der Koi-Akademie verwendete.
„Wenn man sich nicht auf etwas Unbewegliches konzentrieren kann, ist es unmöglich, sich auf etwas zu konzentrieren, das sich bewegt.“
Vom unbewegten zum bewegten Material
Nachdem die Gruppe die Grundlagen der Fokussierung geübt hatte, ging sie zu den Parasiten im bewegten Bild über. Hier machte sich die eigentliche Arbeit bemerkbar. Denn sobald sich etwas unter dem Mikroskop bewegt, ändert sich auch die Art des Sehens. Dann geht es nicht mehr nur um Technik, sondern auch um Gelassenheit, Konzentration und Erkennen. Gerade weil sie am Vormittag zunächst an unbewegtem Material geübt hatten, konnten die Teilnehmer den nächsten Schritt mit mehr Sicherheit gehen.
Ein Mittagessen, das den Tag prägte
Nach dem ersten intensiven Teil des Tages wurde das Mittagessen genossen. Dennis von All-round Fish hatte noch ein paar Frikandellen gebraten, so dass ein Frikandel-Sandwich mit Mayo für die Fans bereitstand. Es gab auch andere Mittagsoptionen. Es ist eines dieser Details, die vielleicht klein erscheinen, aber es sind genau solche Momente, die einem Kurstag Farbe verleihen und ihn für die Teilnehmer erkennbar und angenehm machen.

Filme, Verleumdungen und der Umzug in die Praxis
Nach dem Mittagessen wurden zunächst Videos über Parasiten angeschaut. Dann wurde ein entscheidender Teil besprochen: Wie macht man eigentlich einen guten Abstrich, und worauf genau muss man achten? Nach dieser Erläuterung erfolgte die Umsetzung in die Praxis. In der Quarantänestation von All-round Fish durfte die Gruppe ein paar Koi abschmieren, so dass alles, was am Vormittag und frühen Nachmittag theoretisch behandelt wurde, sofort in die Praxis umgesetzt werden konnte.
Dabei wurde der gesamte Prozess geübt: die Entnahme des Abstrichs, die Anfertigung eines Präparats und dessen anschließende Beurteilung unter dem Mikroskop. Es ist diese Kombination, die einen Mikroskopiekurs so wertvoll macht. Die Teilnehmer sehen nicht nur, wie man es macht, sondern gehen alle Schritte selbst durch, so dass sie schließlich zu Hause oder in der Praxis selbstbewusster auftreten können.
„Vor allem das Abstauben, das war sowieso immer ein bisschen spannend.“
Spannung, Wiederholung und Vertrauen
Für einige der Teilnehmer war vor allem das Glätten immer noch ein spannender Teil. Das ist verständlich, denn es geht nicht nur um die Technik, sondern auch um die Art und Weise, wie man mit den Koi umgeht. Der richtige Umgang ist wichtig, sowohl für das sichere Glätten als auch für das Wohlbefinden der Fische. Deshalb war es gut, dass einige diesen Teil des Mikroskopierkurses noch einmal üben wollten.
Am Ende war jeder in der Lage, einen guten Umgang mit Koi zu zeigen, um sicher einen Abstrich zu machen. Und genau darin liegt oft der eigentliche Nutzen eines Kurstages: nicht nur in der Theorie, die man gehört hat, sondern in dem Moment, in dem man feststellt, dass man es tatsächlich selbst durchführen kann.

Was tun Sie nach einer Diagnose?
Der Tag endete mit einer logischen und wichtigen Folgefrage: Was macht man eigentlich nach einer Diagnose? Dies schlug die Brücke zum Folgekurs über Parasiten und Behandlungsplänewo dieser Folgekurs noch ausführlicher besprochen werden wird. Das ist es auch, was die Struktur der Koi-Akademie so stark macht: zuerst lernen, wie man schaut, dann lernen, wie man erkennt, und erst dann tiefer in Richtung Interpretation und Behandlung gehen.
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Ein Kurstag, der hängen bleibt
Was diesen Mikroskopierkurs besonders auszeichnete, war die Kombination aus Ruhe, Interaktion, Übung und Aufbau. Vom ersten Theoriestück bis zum Üben mit stationären Präparaten, vom Bewegen von Parasiten bis zum Selberschmieren von Koi: alles drehte sich darum, Schritt für Schritt das Sehen zu lernen. Und gerade deshalb wird der Tag für die Teilnehmer als eine lehrreiche, angenehme und praktische Erfahrung erkennbar geblieben sein.

Mit diesem Kurs zeigt die Koi-Akademie einmal mehr, wie wichtig eine gute Wissensvermittlung innerhalb des Hobbys ist. Nicht, indem sie kompliziert ist, sondern indem sie komplexe Sachverhalte zugänglich und anwendbar macht. Und dank Marco Zegers ‚ klarer, ruhiger und praktischer Herangehensweise nahm dieses Wissen in Hoevelaken auf eine sehr greifbare Weise Gestalt an.
Interessieren Sie sich auch für einen Mikroskopiekurs? Dann schauen Sie in den Kursen der Koi-Akademie nach Terminen oder schicken Sie ihnen oder uns eine Nachricht und wir sorgen dafür, dass Ihr Lerneifer belohnt wird!

